Tarifvertrag ärzte diakonie niedersachsen

Die Bundesverordnungen legen den Standardarbeitstag auf acht Stunden fest, mit maximal 10 Stunden, und begrenzen die durchschnittliche Arbeitswoche auf 48 Stunden. Für die 78 Prozent der Arbeitnehmer, die direkt oder indirekt von Tarifverträgen betroffen sind, beträgt die durchschnittlich vereinbarte Wochenarbeitszeit nach den geltenden Tarifverträgen 37,7 Stunden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug die durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten im Jahr 2016 41,7 Stunden. Das Gesetz schreibt eine Pause nach nicht mehr als sechs Stunden Arbeit vor, schreibt regelmäßige Pausen von mindestens 30 Minuten vor und legt zusätzlich zu den offiziellen Feiertagen mindestens 24 Tage bezahlten Jahresurlaub fest. Die Rückstellungen für Überstunden, Urlaubs- und Wochenendgehälter variieren je nach geltendem Tarifvertrag. Solche Vereinbarungen oder Einzelverträge untersagten übermäßige obligatorische Überstunden und schützten Arbeitnehmer vor willkürlichen Arbeitgeberwünschen. Gewalt und Belästigung: Im August protestierten Vertreter der islamfeindlichen Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEGIDA) und der AfD-Partei gegen den Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Dresden (Sachsen). Während der Demonstration behauptete ein Demonstrant (ein Dienstdienstmitarbeiter der Polizei), dass die Datenschutzgesetze einem Kamerateam, das die Demonstration abdeckte, verboten seien, ihn zu filmen, und er erstattete vor Ort Anzeige bei der Polizei. Trotz einer Ausnahme vom Datenschutzgesetz, die die Berichterstattung über öffentliche Demonstrationen erlaubte, hielt die Polizei die Journalisten 45 Minuten lang fest, angeblich um ihre Identität zu überprüfen. Die Journalisten erklärten, dass die Polizei ihre Berichterstattung über die Veranstaltung behinderte. Die Beschwerde wurde zum Jahresende noch untersucht. Während Sachsens Ministerpräsident jegliches Fehlverhalten der Polizei bestritt, gab Kanzlerin Merkel eine Erklärung zur Unterstützung der Pressefreiheit ab und wies darauf hin, dass Demonstranten damit rechnen sollten, dass sie gefilmt werden könnten. Kritiker warfen Verdi zudem vor, sich für Arbeitnehmerrechte und faire Löhne in der Öffentlichkeit stark zu halten, diese Ziele aber intern nicht erreichen zu wollen.

Ein Beispiel war die Kantine am Verdi-Hauptsitz in Berlin, die vom internationalen Catering-Unternehmen Sodexo betrieben wurde. Wie in der Branche typisch, schließt Sodexo keine Industrietarifverträge ab, sondern setzt Tarifverträge auf Unternehmensebene ein. [80] Nach Informationen der Neuen Ruhr Zeitung lagen die Löhne der Beschäftigten der Mitverdi eng mit Verdi verbundenen Arbeitnehmerakademie (DAA) unter dem Satz, den Verdi mit Konkurrenten wie der AWO oder der Diakonie ausgehandelt hatte. [81] Auch die Aktionen von Verdi während der Streiks stehen immer wieder in der Kritik, wobei in einigen Berichten behauptet wird, dass die Beschäftigten in Einzelfällen zum Streik gezwungen wurden, was die Gewerkschaft bestritt. [82] Kritiker bezeichnen auch mehrere von Verdi organisierte Streiks als unverhältnismäßig. [83] [84] Einige Gesetze und Verordnungen schränken diese Arbeitsrechte ein. Während es den Beamten freisteht, Gewerkschaften zu gründen oder ihnen beizutreten, werden ihre Löhne und Arbeitsbedingungen durch Gesetze und nicht durch Tarifverhandlungen bestimmt. Allen Beamten (einschließlich einiger Lehrer, Postangestellter, Eisenbahner und Polizisten) und Angehörigen der Streitkräfte ist es verboten, zu streiken. Im Juni bestätigte das Bundesverfassungsgericht das Streikverbot für Beamte und lehnte einen Antrag von vier Lehrern ab, die streikerlaubnissen wollten.

Das Gericht stellte auch fest, dass das Verbot mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar ist. Die Tarifpolitik von Verdi hat vor allem durch Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst große Media-Aufmerksamkeit erregt.